Geldhäuser und Unternehmen können über die Bank of China in Frankfurt bald Geschäfte in der chinesischen Währung Renminbi abwickeln. Das viertgrößte Institut der Volksrepublik gab am Dienstag offiziell den Startschuss für die sogenannte Renminbi-Clearing-Bank in der hessischen Finanzmetropole.
"Ab heute haben wir die Türen geöffnet", sagte Bernd Meist, einer von zwei Geschäftsleitern der Frankfurter Niederlassung. Zudem vereinbarten die Chinesen eine Kooperation mit der Deutschen Bank. Beide Geldhäuser wollen dafür sorgen, dass künftig mehr Geschäfte zwischen China und Deutschland in Renminbi abgewickelt werden.
Deutschland und China hatte Ende März vereinbart, Frankfurt zu einem wichtigen Handelsplatz für Geschäfte in Renminbi zu machen. Im Juni wurde die Bank of China dafür ausgewählt, nun feierte das Institut anlässlich des Besuchs von Bank-of-China-Präsident Siqing Chen in einem Frankfurter Luxus-Hotel die Eröffnung der Clearing-Bank. "Für die Bank of China liegt das große Ziel darin, die Internationalisierung des Renminbi voranzutreiben und den wirtschaftlichen Austausch zwischen Deutschland und China zu fördern", sagte Chen.
In den nächsten Tagen will die Bank of China mit interessierten deutschen Geldhäusern detaillierte Vereinbarungen über die Nutzung der Clearingbank unterzeichnen, wie der deutsche Statthalter Meist erklärte. Ab September könnten dann erste Geschäfte abgewickelt werden.