Frankreich erwägt Einstieg bei Alcatel

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Die Pariser Regierung könnte einem Zeitungsbericht zufolge dem hoch verschuldeten Telekomausrüster Alcatel-Lucent zu Hilfe eilen. Um den finanziellen Druck auf Alcatel zu lindern, werde ein Einstieg in das Unterwasserkabel-Geschäft des Unternehmens erwogen, berichtete die französische Wirtschaftszeitung "Agefi" am Donnerstag unter Berufung Kreise, die mit den Überlegungen vertraut sind.

Frankreichs Staatsfonds gehöre zu einigen Interessenten für den Bereich, deren Verkauf Alcatel 600 bis 700 Mio. Euro einbringen könne. Frankreich fürchtet laut einem früheren Bericht der Zeitung "Les Echos" den Verlust von Alcatel-Patenten an ausländische Banken.

Verbindlichkeiten des defizitären Konzerns werden teilweise mit dessen fast 30.000 Patenten abgesichert. Im Dezember hatte Alcatel einen 1,6 Mrd. Euro schweren Kredit von Goldman Sachs und Credit Suisse bekommen. Sowohl der französische Staatsfonds als auch Alcatel-Lucent lehnten Stellungnahmen zum jüngsten Zeitungsbericht ab.

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