Frankreich verliert Spitzenrating bei Moody's

Rückschlag für die Bemühungen um eine Beilegung der Schuldenkrise: Die US-Ratingagentur Moody's hat Frankreich die Topbonität entzogen und die Kreditwürdigkeit des Euro-Landes um eine Note von "Aaa" auf "Aa1" gesenkt. Der Ausblick bleibt negativ, damit droht eine weitere Herabstufung.

Moody's begründete den Schritt am späten Montag damit, dass sich Frankreichs langfristige wirtschaftliche Wachstumsaussichten eingetrübt hätten. Das Land habe an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt, teilte die Ratingagentur in Frankfurt mit. Der finanzielle Ausblick sei unsicher. Es sei auch immer weniger berechenbar, wie Frankreich künftige Schocks in der Eurozone verkrafte.

Die Reaktion der empfindlichen Finanzmärkte folgte prompt: Nach Bekanntwerden der Entscheidung fiel der Euro unter 1,28 Dollar. Die sozialistische Regierung in Paris machte ihre konservativen Vorgänger für die Herabstufung verantwortlich.

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