Frankreichs Industrie legt zu

Die anziehende Konjunktur in Frankreich beschert auch der Industrie in der Eurozone gute Geschäfte. Die Betriebe in der Währungsunion fuhren ihre Produktion im März hoch und zogen den neunten Monat in Folge mehr Aufträge an Land, wie am Dienstag aus einer Markit-Umfrage unter rund 3.000 Firmen hervorgeht.

Der Markit-Einkaufsmanagerindex sank zwar leicht um 0,2 auf 53,0 Punkte, blieb aber klar über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. "Trotz leicht geringerer Dynamik durchlebt der Industriesektor der Eurozone im März weiterhin die beste Wachstumsphase seit Anfang 2011", sagte Markit-Chefökonom Chris Williamson. Die Daten signalisierten, dass die gesamte Wirtschaft im ersten Quartal um rund 0,5 Prozent zum letzten Vierteljahr 2013 zugelegt haben dürfte.

Frankreich zeigte laut Umfrage erneut Anzeichen einer Erholung: Dort kletterte das Markit-Barometer auf den höchsten Stand seit fast drei Jahren. Sowohl die Export- als auch die Gesamtaufträge legten wieder kräftig zu und sorgten für das zweite Produktionsplus in Folge.

Williamson warnte allerdings, die Erholung in der Eurozone sei noch kein Selbstläufer. Denn die besseren Geschäfte gingen zumindest teilweise auf Preisnachlässe zurück. "Derlei Anzeichen einer Deflation werden den politischen Entscheidungsträgern weiterhin ein Dorn im Auge sein", betonte der Markit-Experte. "Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die EZB weitere Konjunkturanreize schaffen wird."

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