Gabriel droht in Tschernobyl mit AKW-Abschaltungen
Gabriel erneuerte in Tschernobyl seine Kritik am energiepolitischen Kurs der Union. Die Koalitionspartner CDU und CSU machten sich zum verlängerten Arm der Atomwirtschaft, wenn sie an den ursprünglich vereinbarten Laufzeiten festhielten. "Lasst uns die älteren Meiler schneller schließen und die Laufzeiten auf die jüngeren, besser ausgestatteten Meiler verlängern", sagte der SPD-Politiker. "Dann ist es wirtschaftlich kein Problem für die Unternehmen, aber wir kommen schneller raus aus den störanfälligen Reaktoren."
Wie wichtig dies sei, sehe man nicht zuletzt am Beispiel Tschernobyl, mahnte der deutsche Umweltminister. "Es zeigt eben, dass das Risiko des Betriebs von Atomkraftwerken, wenn denn wirklich einmal ein großer Unfall passiert, so gigantisch ist, dass es eigentlich nicht aufgewogen wird durch den Nutzen der Atomenergie." Der Krümmel-Reaktor war vergangenes Wochenende nur zwei Wochen nach Inbetriebnahme nach zweijähriger Pause durch einen Kurzschluss erneut lahmgelegt worden.
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