Ex-Chef der Hypo Alpe Adria wird angezeigt

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Tilo Berlin soll beim – zu teuren – Verkauf der Hypo an die BayernLB mitkassiert haben. In Deutschland wird Strafanzeige gegen ihn eingebracht.

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Die Hypo-Causa wird jetzt zum Fall für die Justiz – allerdings (vorerst) nur in Deutschland. Konkret geht es um den Kauf der Hypo Group Alpe Adria durch die Bayerische Landesbank (BayernLB) im Mai 2007. Die bayrischen Grünen bringen in diesem Zusammenhang jetzt Strafanzeigen gegen alle damals verantwortlichen Vorstände ein.

Die BayernLB hätte den Kauf der Hypo für knapp 1,7 Mrd. Euro überhastet und ohne ausreichende Prüfung der Risiken abgewickelt, so der Vorwurf. Für ihren Anteil hätte die BayernLB laut einem Prüfbericht nur knapp 1,2 Mrd. Euro bezahlen dürfen.

Anzeige gegen Berlin

Wie ÖSTERREICH erfuhr, wird auch eine Strafanzeige gegen Ex-Hypo-Chef Tilo Berlin eingebracht. Das bestätigte der grüne Haushaltssprecher im bayrischen Landtag, Eike Hallitzky, gestern Abend gegenüber ÖSTERREICH: "Die Anzeige befasst sich mit Wirtschaftskriminalität und wird heute von unseren Juristen geprüft.“ Berlin hätte den Deal eingefädelt und selbst mitverdient. Der von ihm verwaltete Fonds hätte durch den Hypo-Verkauf 140 Mio. Euro Gewinn gemacht. "Es ist naheliegend, dass Herr Berlin da Dreck am Stecken hat.“

Indessen warten sowohl die Eigentümer als auch die österreichische Politik auf den Prüfbericht zur Hypo – bisher soll nur ein Interimspapier vorliegen. Das sogenannte "Asset Screening“ ist laut Insidern noch immer nicht abgeschlossen. Die Prüfer von PricewaterhouseCoopers sollen feststellen, wie hoch der Kapitalbedarf der Hypo ist – zuletzt war von 1,5 Mrd. Euro die Rede, es könnten jedoch deutlich mehr sein. Der Bericht soll die Grundlage für ein Fortführungskonzept liefern.

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