Griechenlands Premier ist skeptisch

Einigung mit der Troika

Griechen: "Wir sparen 11,5 Milliarden"

Die Troika hat Griechenland das Messer angesetzt - Prüfung im September.

Zwei Wochen lang hat die Troika aus Währungsfonds, Europäischer Zentralbank und EU Griechenland inspiziert. Am Sonntag beendeten die drei Kontrolleure ihre Mission und zeigten sich zufrieden. Sie hatten die Griechen zu einem neuen Sparpaket über 11,5 Milliarden Euro überredet und Athen hatte (wieder einmal) zugesagt.

Die zusätzlichen Einsparungen sind Voraussetzung für die Freigabe einer EU-Hilfstranche von 31,5 Milliarden Euro im September. Ohne diese Hilfe geht Athen das Bargeld aus .

Auf die Griechen kommen nun erneut tiefe Einschnitte zu, am härtesten trifft es die Pensionisten:

  • 2,6 Milliarden Euro weniger für Renten.
  • 2 Milliarden weniger für Kliniken und staatliche Versicherungen.
  • 1 Milliarde Euro weniger für Beamte.
  • 1 Milliarde Euro weniger für Angestellte in staatsnahen Betrieben.
  • 1 Milliarde Euro weniger durch Abschaffung aller Zuschüsse für Angestellte des staatlichen Bereichs.
  • 1,5 Milliarden Euro weniger für die Verwaltung.

Im September will die Troika feststellen, inwieweit Athen seine Sparbemühungen tatsächlich umsetzt. Dann könnte es grünes Licht für neues Geld geben. Mit seinen älteren Zusagen ist Athen noch immer weit im Rückstand.

Monti: "EU löst sich auf"
Italiens Premier Monti fürchtet um die Zukunft der EU. „Spannungen in der Eurozone tragen Züge einer psychologischen Auflösung“, klagte er dem Spiegel. Wenn der Euro zum Auseinanderdriften in der EU führe, seien „die Grundlagen Europas zerstört“. Seine Lösung der Eurokrise: Die Zentralbank solle Anleihen maroder Staaten aufkaufen.

 

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