Zugpferd ist das Investmentbanking

JP Morgan glänzt erneut

Der US-Finanzkonzern hat mit einem milliardenschweren Quartalsgewinn erneut seine Spitzenstellung in der US-Bankenbranche untermauert.

Unterm Strich verdiente die Großbank im dritten Quartal 3,6 Mrd. Dollar (2,42 Mrd. Euro) und damit weit mehr als von Experten erwartet. Gleichwohl gibt sich das Geldinstitut nicht sehr zuversichtlich für die nähere Zukunft: Die weitere Entwicklung der Wirtschaft schätzt JP Morgan Chase als unsicher ein.

Die positive Entwicklung im Investmentbanking überlagerte damit die hohen Verluste im Kreditkartengeschäft sowie bei anderen Privatkundenkrediten. JPMorgan ist die erste US-Großbank, die in der neuen Bilanzsaison ihre Zahlen vorgelegt hat. Ein Jahr zuvor hatte der vergleichbare Überschuss lediglich 527 Mio. Dollar betragen. Für den überraschend hohen Gewinn sorgte nun besonders das Investmentbanking. Die Aktie legte im vorbörslichen US-Handel kräftig zu.

Trotz des Gewinnsprungs warnte Bank-Chef Jamie Dimon, dass die Kosten für mögliche Kreditausfälle auch in absehbarer Zukunft hoch bleiben dürften. Die Bank habe allein für Verbraucherkredite noch einmal zwei Mrd. Dollar beiseitegelegt.

JP Morgan Chase hat damit die gesamte Finanzkrise hindurch schwarze Zahlen geschrieben. Experten warten nun gespannt auf die Ergebnisse weiterer US-Banken wie Goldman Sachs, Citigroup und Bank of America, die ihre Bilanzen in den nächsten Tagen vorlegen.