Moody's nennt 28 systemrelevante Banken

Rating-Agentur

Moody's nennt 28 systemrelevante Banken

Genannt: Italienische Bank-Austria-Mutter UniCredit wie erwartet dabei.

Die US-Ratingagentur Moody's Investors Service hat nun die 28 internationalen Banken aufgelistet, die ihrer Meinung nach laut Basel III voraussichtlich als "systemrelevant" einzustufen sind und entsprechend hohes Eigenkapital vorhalten müssen. Es ist, wie erwartet, keine österreichische Bank genannt, in der Moody's-Liste findet sich aber die italienische Bank-Austria-Mutter UniCredit. Als besonders wichtige Finanzkonzerne gelten unter anderem auch die beiden deutschen Großbanken Deutsche Bank und Commerzbank sowie die Schweizer UBS und die Credit Suisse.

Folgende 28 Banken werden laut Moody's voraussichtlich als systemrelevant eingestuft, berichtete der "Börse-Express" am Dienstag:

  1. Deutsche Bank AG
  2. Goldman Sachs Group Inc.
  3. BNP Paribas SA
  4. Morgan Stanley
  5. JPMorgan Chase & Co.
  6. Credit Suisse Group AG
  7. Natixis
  8. Nomura Holdings Inc.
  9. CACIB
  10. Citigroup Inc.
  11. UBS AG
  12. Bank of America Corp.
  13. Barclays Plc
  14. Societe Generale SA
  15. Royal Bank of Scotland Plc
  16. Mitsubishi UFJ Financial
  17. HSBC Holdings Plc
  18. Mizuho Financial Group Inc.
  19. Commerzbank AG
  20. UniCredit SpA
  21. Macquarie Group Ltd
  22. Royal Bank of Canada
  23. Banco Santander
  24. SA Wells Fargo & Co.
  25. Itau - Unibanco Holding SA
  26. Industrial and Commercial Bank of China (ICBC)
  27. Toronto-Dominion Bank
  28. Standard Chartered Plc.

Weltweit sind 28 Banken nach Ansicht ihrer Aufseher derzeit so groß, dass ihr Zusammenbruch das ganze Finanzsystem ins Wanken bringen könnte. Sie sollen daher mit einem Eigenkapitalaufschlag daran gehindert werden, zu große Risiken einzugehen und noch mächtiger zu werden, hatten der Baseler Ausschuss und der Finanzstabilitätsrat (FSB) unter Führung des nächsten EZB-Chefs Mario Draghi in einem vergangene Woche in Basel veröffentlichten Diskussionspapier erklärt. Sie müssten bis zu 2,5 Prozent an zusätzlichem Kapital (Tier 1) ausweisen, sollten die geplanten Regeln schon heute gelten.

Finanzkrisen abwenden
Das Financial Stability Board (FSB), das sich aus Regulierern, Notenbankern und Vertretern der Finanzbürokratie der G-20-Staaten zusammensetzt, hatte einen Tag zuvor dem vom Basler Ausschuss erarbeiteten Vorschlag für zusätzliches Kapital zwischen 1 und 2,5 Prozent zugestimmt. Dadurch soll eine weitere Finanzkrise abgewendet werden.

Die Banken bekommen noch Gelegenheit, ihre Position dazu darzustellen. Einige Institute hatten schon im Vorfeld betont, dass die strengen Anforderungen die Kreditvergabe und die Konjunktur beeinträchtigen könnten.