Siemens forderte ursprünglich 250 Mio. Euro

Züge für Oslo

Siemens Österreich erhält 180-Mio.-Auftrag

32 Züge werden an norwegischen Schienenfahrzeugsbetreiber geliefert.

Siemens Österreich hat einen Auftrag aus Norwegen an Land gezogen: Für 180 Mio. Euro werden in den kommenden Jahren 32 dreiteilige Züge an den norwegischen Schienenfahrzeugsbetreiber "Oslo Vognselskap AS" geliefert. Montiert werden die Züge in Wien, die Fahrgestelle kommen aus der Steiermark, berichtet das "WirtschaftsBlatt" in seiner Mittwochausgabe. Ausgeliefert werde ab 2012, ein weiterer Auftrag "in der Größenordnung des Norwegen-Deals" stehe kurz vor dem Abschluss.

Die wichtigste Abteilung von Siemens Österreich sei die Verkehrstechnik. Im vergangenen Geschäftsjahr (mit Ende im September) habe der Konzern dort 790,4 Mio. Euro umgesetzt, knapp elf Prozent weniger als im Jahr davor. Die Zahl der Beschäftigten in Österreich sei dabei von 2.025 auf "knapp unter" 2.000 gesunken. "Der Auftrag sichert Arbeitsplätze in den Werken Simmering und Graz", wird Kurt Hofstätter, Vorstand von Siemens Österreich, zitiert.

Kurz zuvor habe Siemens Österreich bereits einen 185 Mio. Euro-Auftrag von den Münchener Stadtwerken erhalten, für den "fast zwei Dutzend" U-Bahnzüge gefertigt werden. Auch die thailändische Stadt Bangkok habe zum Ausbau ihrer "Skytrain-Flotte" für 42 Mio. Euro bei Siemens eingekauft.