Winterreifen um mehr als 10 % teurer

Aufschläge

Winterreifen um mehr als 10 % teurer

Grund: Höhere Rohstoff-Preise
: Reifen-Nachfrage deutlich gestiegen.

Wer ab 1. November sein Auto auch bei Schnee, Schneematsch oder gar eisglatter Fahrbahn benutzen möchte, muss mit Winterreifen ausgerüstet sein. Sonst gibt es im Ernstfall überhaupt keinen Versicherungsschutz.

Doch wer heuer neue Winterreifen braucht, wird tiefer in die Tasche greifen müssen als noch im vergangenen Jahr. Im zweistelligen Bereich habe die Reifenindustrie die Preise erhöht, bestätigt unter anderem Karl-Heinz Wörle, Chef von Profi, des größten heimischen Reifenfachhändlers, im Gespräch mit ÖSTERREICH. „Da die Reifenhandelsbranche aber ohnehin schon unter großem Margendruck steht, wird sie die Preiserhöhungen an die Verbraucher weitergeben müssen“, bedauert Wörle.

Teure Rohstoffe
Doch auch die Industrie führe keine willkürlichen Preiserhöhungen durch, so Automobil-Experten. Hauptursache sei, dass die Preise etwa für Naturkautschuk und synthetischen Kautschuk im Produktionszeitraum für die jetzt in den Verkauf kommenden neuen Winterreifen deutlich höher waren als im Vergleichszeitraum der Vorsaison. Gleichzeitig ist aber auch die Nachfrage weiterhin sehr hoch. Im Zuge der Krise hatten die Reifenproduzenten ihre Kapazitäten deutlich reduziert. Weil sich die Autoverkäufe aber viel schneller erholt haben als erwartet, kommt es nach wie vor zu Engpässen in der Produktion.

Jetzt Termin ausmachen
Profi-Chef Wörle rät den Autofahrern vor allem bei weniger stark verbreiteten Reifendimensionen rechtzeitig zu bestellen, um etwaige Wartefristen zu vermeiden.

Die Autofahrerklubs empfehlen, möglichst rasch einen Termin zum Umstecken von Sommer- auf Winterreifen auszumachen. Wer heuer neue Reifen braucht, bekommt zum Beispiel über den aktuellen Winterreifentest des ÖAMTC auf dessen Homepage gute Tipps, welche Reifen besonders empfehlenswert sind.