Gewinnwarnung der Großbank Standard Chartered

Die auf das Geschäft in Asien fokussierte Bank Standard Chartered befürchtet angesichts der schwierigen konjunkturellen Lage auf dem Kontinent erstmals seit Jahren einen Gewinnrückgang. Die Einnahmen dürften im Großen und Ganzen auf dem Niveau des Vorjahres stagnieren, teilte das Kredithaus am Mittwoch mit.

"Seit August sind die Marktbedingungen schwierig. An dieser Situation dürfte sich bis Jahresende nichts ändern. Das hat signifikante Auswirkungen auf die Geschäfte in der zweiten Jahreshälfte."

Allein im Privatkundengeschäft dürfte der Gewinn wegen Schwierigkeiten in Südkorea um zehn Prozent schrumpfen, im Firmenkundengeschäft dürfte er stagnieren. Die Standard Chartered-Aktien gaben knapp sechs Prozent nach.

Das Geldhaus macht mehr als 90 Prozent seines Gewinns in Asien, Afrika und dem Nahen Osten. Zuletzt gab es zehn Jahre in Folge Rekordgewinne. Allerdings schraubte es im vergangenen Monat seine Wachstumsziele für die kommenden Jahre wegen schwächeren Wachstums und strengerer Vorschriften der Aufsichtsbehörden herunter.

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