Griechenland und Irland verhageln Bilanz der Royal Bank of Scotland

Die teilverstaatlichte Royal Bank of Scotland (RBS) ächzt unter den Belastungen für die hochverschuldeten Länder Griechenland und Irland. Vor Steuern verbuchte das Institut im zweiten Quartal nach Angaben vom Freitag einen Verlust von 678 Mio. Pfund.

Unter dem Strich lag das Minus sogar bei 897 Mio. Pfund. Im Vorjahr hatte die Bank noch einen Gewinn von 1,17 Mrd. Pfund eingefahren. Anleger reagierten entsetzt, die Aktie verlor im Frühhandel zeitweise mehr als 20 Prozent.

Die Abschreibungen für faule Kredite stiegen auf knapp 2,3 von zwei Mrd. Pfund im ersten Quartal. Vor einem Jahr mussten allerdings 2,5 Mrd. Pfund abgeschrieben werden. Die RBS stellte 733 Mio. Pfund für Wertminderungen bei griechischen Staatsanleihen zurück. Die Bilanz wurde zusätzlich durch 850 Mio. Pfund an Provisionszahlungen für die Kompensation falsch beratener Kunden belastet.