Griechenland verhagelt Commerzbank-Gewinn

Ein Gewinneinbruch in der Schuldenkrise nimmt der Commerzbank nicht die Hoffnung auf bessere Zeiten. "Wir sind heute eine wesentlich stabilere Bank mit weniger Risiken und mehr Kapital als 2008", betonte Konzernchef Martin Blessing am Donnerstag in Frankfurt. Ihr gigantisches Kapitalloch will die Bank in jedem Fall ohne erneute Staatshilfe stopfen.

Dazu sind auch 1,2 Mrd. Euro Gewinn aus dem ersten Halbjahr 2012 eingeplant. Der Start ins Jahr war allerdings schwach, wie Finanzvorstand Eric Strutz einräumte. Das Geschäft laufe aber allmählich wieder besser.

Im vergangenen Jahr ließen milliardenschwere Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen den Überschuss der zweitgrößten deutschen Bank um mehr als die Hälfte auf 638 Mio. Euro (Vorjahr: 1,4 Mrd.) einbrechen. Der Rückkauf von Hybridpapieren rettete den Gewinn.

Die Bilanz wurde durch die Euro-Schuldenkrise mit rund 2,3 Mrd. Euro belastet. Die Bank schrieb ihre Hellas-Anleihen um knapp 74 Prozent ab.