Plus 3,5 Prozent
Spar Österreich mit gebremstem Wachstum
Die Spar Österreich-Gruppe hat 2009 im In- und Ausland (inklusive Hervis) einen Umsatz von 9,8 Mrd. Euro erzielt, um 3,5 % mehr als 2008. Im Jahr davor lag das Plus bei 10 %. Rechnet man noch die SES Spar European Shopping Center dazu, lag der Gesamtumsatz bei 11,2 Mrd. Euro, was einem Plus von 3,2 % entspricht.
Im Lebensmittelhandel im Inland (Spar, Eurospar, Interspar und Maximarkt, inklusive der selbstständigen Spar-Kaufleute) wurde ein Plus von 2,7 % auf 4,9 Mrd. Euro erzielt, was deutlich über der Branchenentwicklung liegt, die Nielsen für Österreich mit Plus 1,8 % angibt, und somit eine Zunahme des Marktanteiles bedeutet. Ohne Kaufleute lag das Plus bei 2,6 % und der Umsatz bei 4,4 Mrd. Euro.
Laut Vorstands-Vorsitzendem Gerhard Drexel senkte Spar im Vorjahr aufgrund sinkender Rohstoffpreise "bei mehreren hundert Artikeln" die Verkaufspreise. Diese Preissenkungen führten im gesamten Spar-Sortiment zu einer Preissenkung von 1,1 %, was deutlich unter der Inflationsrate von plus 0,5 % lag. Ein gewaltiger Umsatzzuwachs von 111 % wurde mit der Diskont-Eigenmarkenlinie "S-Budget" verzeichnet, allerdings wurde diese Marke 2008 erst im Mai eingeführt, somit ist ein Vergleich nicht wirklich möglich.
Im Spar-Lebensmittelhandel im Ausland unter dem Dach der Aspiag (Austria Spar International AG) war das Geschäftsjahr 2009 stärker als in Österreich von der Wirtschaftskrise geprägt, dennoch konnte ein wechselkursbereinigtes Umsatzplus von 4,3 % auf 4,5 Mrd. Euro erwirtschaftet werden. Im Sportfachhandel lag bei den 149 Standorten der Spar-Tochter Hervis das Plus bei 4,9 % zum Vorjahr auf 430 Mio. Euro.
2009 waren über 70.500 Menschen im Konzern beschäftigt, um gut 1.200 mehr als im Jahr davor. In Österreich wurden 640 neue Mitarbeiter eingestellt, so dass im Inland insgesamt rund 36.000 Menschen beschäftigt waren.
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