Lenzing-Sparprogramm reicht nicht

Der Faserhersteller Lenzing gab am Mittwoch überraschend weitere Einsparungen bekannt. Da die Preisentwicklung am Weltmarkt für Viskosefasern nach wie vor "sehr unbefriedigend" sei, seien "weitere Maßnahmen" notwendig. "Es wird alles auf den Prüfstand gestellt", so Vorstand Peter Untersperger. Ob ein weiterer Jobabbau droht, ist vorerst nicht bekannt.

Weitere "Kostenoptimierungen" seien unumgänglich, so der Vorstand. "Wir werden im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung auch Entscheidungen treffen müssen, welche Produkte wir an welchen Standorten langfristig mit der höchsten Qualität und zu optimalen Kosten herstellen können. Dabei wird es keine Tabus geben", findet Untersperger drastische Worte.

Die für das Jahr 2014 erzielten Einsparungen von über 60 bis 80 Mio. Euro reichten nicht aus. Auch die angepeilten Kosteneinsparungen in Höhe von bis zu 160 Mio. Euro bis zum Jahr 2016 müssten angesichts der Marktentwicklung nochmals erhöht werden. Lenzing gab im November 2013 bekannt, konzernweit bis zu 600 Vollzeit-Jobs zu streichen, 390 davon in Österreich.