Nestle hält bei L'Oreal-Paket alle Optionen offen

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Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestle lässt sich bei seinen Plänen für die Beteiligung am Kosmetikkonzern L'Oreal nicht in die Karten schauen. Angesprochen auf einen möglichen Verkauf des Pakets von knapp 30 Prozent der L'Oreal-Aktien sagte Verwaltungsratspräsident Peter Brabeck der "Handelszeitung": "Wir wollen einfach alle Optionen auf dem Tisch haben, inklusive des Status quo."

Nestle ist seit 40 Jahren an dem französischen Konzern beteiligt. Die französische Industriellen-Familie Bettencourt hält ebenfalls rund 30 Prozent an dem größten Kosmetikunternehmen der Welt. Im April nächsten Jahres läuft ein gegenseitiges Vorkaufsrecht zwischen Nestle und der Familie aus. "Das Vorkaufsrecht wird nicht verlängert, das ist ganz klar", sagte Brabeck. Das Vorkaufsrecht der Familie habe den Wert des Aktienpakets für Nestle bisher gedrückt. "Daran haben wir als Investor kein Interesse."

Nach Ansicht von Finanzanalysten passt L'Oreal nicht so recht zu dem auf Nahrungsmittel ausgerichteten Nestle-Konzern. Ein Verkauf des Anteils an dem mit rund 74 Mrd. Euro bewerteten Unternehmen würde dem Schweizer Konzern viel Geld in die Kasse spülen. Die Familie Bettencourt war Spekulationen über einen Ausstieg bei L'Oreal kürzlich entgegengetreten.

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