OECD-Löhne steigen mehr als Arbeitsproduktivität

Die Löhne der Arbeitnehmer sind in den OECD-Ländern zuletzt wieder etwas stärker gestiegen als deren Produktivität. Für das vierte Quartal wies die OECD einen Anstieg der Lohnstückkosten von 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal aus, nach zwei Quartalen Stagnation. In der Eurozone gab es von Oktober bis Dezember einen Rückgang von 0,2 Prozent.

Weitaus am stärksten sind die Lohnstückkosten in Portugal gesunken (-6,5 Prozent), zurückzuführen war das auf die gesunkenen Arbeitskosten. Auch Spanien verzeichnete aus diesem Grund einen leichten Rückgang im vierten Quartal (-0,4 Prozent). In Italien rührten die etwas gesunkenen Lohnstückkosten (-0,1 Prozent) hingegen von der gestiegenen Produktivität der Beschäftigten (0,6 Prozent), teilte die OECD am Donnerstag in Paris mit.

In Frankreich und Deutschland sind die Lohnstückkosten dagegen zum Jahresende weiter angestiegen, wenn auch nicht mehr so stark (+0,1 bzw. +0,2 Prozent). Auch die USA (+0,1 Prozent) und Japan (+0,7 Prozent) verzeichneten Erhöhungen.

Für Österreich wurden keine Zahlen für das vierte Quartal ausgewiesen. Bis dahin fiel der Anstieg der Lohnstückkosten stärker aus als in der Eurozone: Im ersten Quartal erhöhten sie sich um 0,6 Prozent, im zweiten um 0,7 und im dritten Quartal um 0,6 Prozent. Während die Löhne und Gehälter zulegten, sank die Produktivität der Arbeitnehmer laut den OECD-Erhebungen etwas.

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