Oerlikon schloss Kauf von Beschichtungssparte ab

Der Schweizer Industriekonzern OC Oerlikon hat den Kauf der Oberflächenbeschichtungssparte des Konkurrenten Sulzer früher als geplant abgeschlossen. Nachdem die Wettbewerbsbehörden der Transaktion zugestimmt hatten, konnte diese bereits am Montag vollzogen werden.

Ursprünglich war der Abschluss für das dritte Quartal 2014 vorgesehen gewesen. In einer Mitteilung vom Dienstag bezifferte OC Oerlikon den Wert des zugekauften Geschäfts auf 1 Mrd. Franken (819 Mio. Euro). Abzüglich Steuern, Schulden und Transaktionskosten fließen Sulzer rund 850 Mio. Franken zu.

Die Sparte werde mit der bestehenden Division Oerlikon Coating zusammengeführt. Damit entstehe ein weltweiter Technologieführer für Oberflächenlösungen, teilte OC Oerlikon mit. Das fusionierte Geschäft erzielte 2012 den Angaben zufolge einen Pro-forma-Umsatz von 1,2 Mrd. Franken.

Unter Berücksichtigung einer siebenmonatigen Konsolidierung der Sparte erwartet OC Oerlikon in 2014 gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs beim Bestellungseingang von mehr als 10 Prozent und ein Umsatzwachstum von mehr als 15 Prozent. Bisher hatte das Unternehmen vor Abschluss der Metco-Transaktion mit einem organischen Umsatzwachstum gerechnet. Der Bestellungseingang und die Profitabilität wurden stabil erwartet.

Sulzer hatte seine Beschichtungssparte Metco vergangenes Jahr zum Verkauf gestellt. Im Jänner 2014 erhielt OC Oerlikon den Zuschlag. Beide Konzerne werden vom russischen Milliardär Viktor Vekselberg kontrolliert.

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