Heimische Firmen kurbeln Investitionen an

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Heimische Firmen kurbeln Investitionen an

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Viele Unternehmen wollen mehr investieren - Jeder fünfte Betrieb plant Personalaufstockung.

Die österreichische Wirtschaft brummt und die Unternehmen sind guter Stimmung - das treibt auch die Investitionsbereitschaft: 43 Prozent der Betriebe wollen ihre Investitionen heuer ankurbeln. "Überraschend machen aber nicht nur große Betriebe finanzielle Mittel für neues Wachstum frei, sondern KMU und Kleinstunternehmen gleichermaßen", so KSV-Vorstand Ricardo-Jose Vybiral.

Bundesländervergleich

Besonders hoch ist die Investitionsbereitschaft im Burgenland: Dort wollen heuer 53 Prozent der Unternehmen mehr Geld als 2017 in die Hand nehmen, geht aus einer Umfrage des Gläubigerschutzverbandes KSV 1870 vom Mittwoch hervor. Spendabler als im Vorjahr sind die Firmen auch in Niederösterreich (52 Prozent) und Kärnten (48 Prozent), gefolgt von Tirol (47 Prozent). In Vorarlberg hingegen wollen 35 Prozent der Betriebe weniger tief in die Tasche greifen. Insgesamt möchten 34 Prozent der heimischen Firmen zumindest gleich viel investieren wie im Vorjahr.

"Jeder fünfte Betrieb möchte Mitarbeiter einstellen und die Belegschaft aus- und weiterbilden, um für die zukünftigen Herausforderungen gerüstet zu sein", sagt KSV-Geschäftsführer Gerhard Wagner zur Umfrage, an der mehr als 1.000 KSV-Mitglieder und Kunden teilgenommen haben. In den IT-Bereich wollen 31 Prozent der heimischen Firmen investieren, in Werbung/PR 28 Prozent.

Eigenkapital und Cashflow

Finanzieren wollen die Unternehmen ihre Investitionen hauptsächlich aus eigener Tasche, und zwar mit Eigenkapital (60 Prozent) sowie Cashflow (30 Prozent). Ein Bankkredit kommt nur für 28 Prozent infrage. "Der Bankkredit hat aus unserer Sicht ein Imageproblem und ist gleichzeitig für Investitionen im mittleren bis größeren Rahmen unverzichtbar", so Wagner. 65 Prozent der Befragten wollen heuer keinen Kredit beantragen.

Wird nicht investiert, liege das vor allem an Bürokratie, Steuergesetzen und Fachkräftemangel. "An der Spitze finden sich die bekannten und klassischen Faktoren, die in Österreich anhaltend nicht gelöst werden", sagt Vybiral. Von der Regierung erwarten sich die Firmen allem voran einen Abbau der Bürokratie sowie die Senkung der Steuern auf Einkommen.

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