Rosenbauer-Chef laut Medien bei Kartelltreffen persönlich anwesend

Julian Wagner, Vorstandschef des oberösterreichischen Feuerwehrausrüsters Rosenbauer, soll persönlich an 13 von 19 illegalen Treffen mit Konkurrenten in Zürich teilgenommen haben. Dabei seien Absprachen für überhöhte Preise getroffen worden, berichtet die deutsche Zeitung "Welt" (Freitag).

Wagner bestätigt zwar der "Presse" (Dienstag) seine Anwesenheit. Jedoch hätten die Treffen keine Preisabsprachen, sondern "Marktanteilsabsprachen" zum Inhalt gehabt, hieß es aus dem Unternehmen zur APA.

Bei den Treffen in der Schweiz waren neben Rosenbauer auch drei andere Hersteller von Löschfahrzeugen vertreten, deren Firmenchefs mittlerweile alle aus dem Amt sind. Rosenbauer-Boss Wagner sieht keinen Anlass zum Rücktritt: Der Abschied seiner Kollegen hätte "ganz andere Gründe" gehabt, wird er in der "Presse" zitiert. Seinen Verbleib im Konzern findet er laut "Welt" gerechtfertigt, da er aktiv an der Aufklärung des Kartells mitgearbeitet und die Verantwortung für den deutschen Markt abgegeben habe.