RWE macht mit Verkauf von Windkraft-Anteilen Kasse

Der nach der Atomwende unter Druck stehende deutsche Energiekonzern RWE - mit 38 Prozent an der Kärntner Kelag beteiligt - lehnten hat durch den Verkauf von Minderheitsanteilen an zwei britischen Windparks rund 195 Mio. Euro kassiert. Der Versorger habe 49,9 Prozent der Anteile an dem vor der Küste von Wales liegenden Feld Rhyl Flats an zwei britische Investoren veräußert, teilte das Unternehmen mit.

Die Fondsgesellschaft Greencoat UK Wind und die staatliche UK Green Investmentbank übernähmen je 24,95 Prozent der Gesellschaft. Greencoat habe zudem 41 Prozent an dem Windpark Little Cheyne Court im Südosten Englands erworben. Die Essener behalten an beiden Windparks die Mehrheit und bleiben Betriebsführer.

Die Einnahmen will RWE in neue Ökostrom-Projekte investieren. Unter dem Druck schwindender Einnahmen und hoher Schulden fährt die Tochter RWE Innogy insgesamt ihre Ausgaben zurück. Nach Investitionen von einer Milliarde Euro in diesem Jahr will der Versorger 2014 und 2015 nur noch je 500 Mio. Euro in das Geschäft pumpen.