Schienenkartell - voestalpine muss 8,5 Mio. Euro Strafe zahlen

Das deutsch Bundeskartellamt hat über den börsenotierten Stahl- und Technologiekonzern voestalpine wegen der Teilnahme an einem Schienenkartell ein Bußgeld in Höhe von 8,5 Mio. Euro verhängt. Die ThyssenKrupp-Tochter GfT Gleistechnik erhielt mit 103 Mio. Euro die höchste Strafe.

Die zum Bahntechnink-Konzern Vossloh gehörende Firma Stahlberg Roensch muss 13 Mio. Euro berappen, teilte die Behörde mit. In Summe machen die Bußgelder 124,5 Mio. Euro aus.

Bei der voestalpine wurde das Bußgeld zwei ihrer Töchter aufgebrummt. Die voest hatte sich den Behörden als Kronzeuge angedient. Sie hatte mit einer Strafe zwischen 5 und 10 Mio. Euro gerechnet.

"Die Schienenlieferanten haben sich gegenseitig über viele Jahre nahezu konstante Quoten am Auftragsvolumen der Deutschen Bahn zugesichert", sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt. Mit den nun erlassenen Bescheiden sei nur der erste Teil der Verhandlungen abgeschlossen. Die Ermittlungen gegen weitere Unternehmen dauern laut Mitteilung an.

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