Spanien muss Anlegern hohe Renditen für frisches Geld bieten

Das ins Visier der Märkte geratene Spanien kommt nur noch zu kaum tragfähigen Zinsen an frisches Geld. Bei einer Emission von Staatsanleihen mit Laufzeit bis 2022 im Volumen von 3,563 Mrd. Euro wurde am Donnerstag eine Rendite von 6,975 Prozent fällig. Zuletzt waren Zinsen für solche Staatstitel 1997 höher. Die Anleihe war 1,5-fach überzeichnet.

Die gestiegenen Renditen spiegeln die Nervosität an den Märkten wider, an denen zuletzt neben den Schuldenländern am Rand der Euro-Zone auch Staaten aus dem Kerngebiet wie Frankreich und Österreich mit steigenden Zinsen für ihre Anleihen konfrontiert waren. Die Marke von 7 Prozent gilt als Obergrenze für eine auf Dauer tragfähige Refinanzierung an den Kapitalmärkten.

Im Vormittagshandel legten die Renditen für zehnjährige spanische Anleihen vor der Auktion um rund 0,25 Punkte auf in der Spitze 6,67 Prozent. Der Risikoaufschlag zu deutschen Staatsanleihen gleicher Laufzeit beträgt damit fast 4,9 Prozentpunkte.

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