Spanische Großbank La Caixa verdoppelte Gewinn

Spaniens Banken lassen die Krise nach der geplatzten Immobilienblase allmählich hinter sich. Bei dem landesweit drittgrößten Geldhaus La Caixa erhöhte sich der Nettogewinn den Angaben von Freitag zufolge im ersten Halbjahr um mehr als das Doppelte auf 408 Millionen Euro.

Hauptgründe sind höhere Profite im Handel und ein um zehn Prozent gestiegenes Ergebnis im Kreditgeschäft. La Caixa hatte zuletzt zahlreiche kleinere Institute übernommen. Dadurch wurde das Kreditgeschäft zwar ausgeweitet, es schlummern nun aber auch mehr Problem-Darlehen in der Bilanz.

La Caixa ist in Österreich vor allem als zweitgrößte Aktionärin der börsenotierten Erste Group bekannt. Die Caixa-Eigentümerholding ist an der Ersten mit 9,9 Prozent beteiligt.

Viele spanische Banken mussten in den vergangenen Jahren wegen fauler Kredite hohe Verluste hinnehmen. Um die Branche, die auch unter der hartnäckigen Rezession und der hohen Arbeitslosigkeit im Land leidet, zu stabilisieren, war der Staat auf milliardenschwere Hilfen seiner Euro-Partner angewiesen. Mittlerweile läuft aber oftmals der Handel wieder rund und die Abschreibungen fallen niedriger aus. Deswegen ist sogar das größte Kriseninstitut Bankia wieder in den schwarzen Zahlen.

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