Starker Euro setzte HeidelbergCement im Sommer zu

Der starke Euro hat dem größten deutschen Baustoffkonzern HeidelbergCement einen kräftigen Dämpfer versetzt. Von Juli bis September schrumpfte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent auf 3,89 Mrd. Euro, wie das Unternehmen mitteilte.

Die Schwäche asiatischer Währungen und des Dollar kostete sieben Prozentpunkte Zuwachs. Absatzanstieg, Kostensenkungen und Preiserhöhungen konnten das nicht ausgleichen. Auch den beiden anderen Branchenriesen Holcim und Lafarge macht die Euro-Stärke zu schaffen. Vorstandschef Bernd Scheifele bekräftigte dennoch das Jahresziel. Der Umsatz soll die 14 Mrd. Euro des Vorjahres übertreffen und der Vorsteuergewinn nach dem deutlichen Einbruch auf 607 Mio. Euro 2012 "spürbar steigen".

Mit Gegenwind vom Wechselkurs werde es aber deutlich anspruchsvoller, diese Ziele zu erreichen. Dieser schlug sich auch auf den Gewinn nieder. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (OIBD) sank um sieben Prozent auf 811 Mio. Euro. Vor einigen Wochen hatte Scheifele im Reuters-Interview den negativen Währungseffekt auf 100 Mio. Euro beim OIBD für 2013 geschätzt.

Der Absatz von Zement, Sand und Kies sowie Beton nahm dank steigender Nachfrage in allen Regionen unterdessen zu. In den Vereinigten Staaten sowie in West- und Nordeuropa brummt das Geschäft, in Großbritannien ist es stark getrieben von der staatlichen Förderung für Häuslebauer. Osteuropa, Russland und Indien machen dem Dax-Konzern dagegen Kummer wegen der schwachen Konjunktur.

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