Swiss Re sieht 2013 tiefere Preise

Der Schweizer Rückversicherungskonzern Swiss Re erwartet im weiteren Verlauf des Jahres 2013 sinkende Preise für die Deckung von Naturkatastrophen. Im kommenden Jahr dürften sich die Preise dann erholen, erklärte der nach der Münchener Rück weltweit zweitgrößte Rückversicherer am Montag beim Branchentreffen in Monte Carlo.

Das Zürcher Unternehmen erwartet bis 2020 in den Wachstumsmärkten eine Verdoppelung der Nachfrage nach Rückversicherungsdeckung für Naturkatastrophen und in den entwickelten Märkten einen Anstieg um rund 50 Prozent.

Die Hannover Rück indes rechnet für Deutschland aufgrund der Überschwemmungen und Hagelunwetter im Frühjahr mit deutlich steigenden Prämien. "Angesichts der bisherigen hohen Schadenbelastungen werden für den deutschen Markt zum 1. Jänner 2014 erhebliche Konditionsverbesserungen erwartet", erklärte die weltweite Nummer drei am Montag in Monte Carlo. Dort wird derzeit ein Großteil der Verträge neu ausgehandelt, die zum Jahresende auslaufen.

Die Hannover Rück erwarte dabei "risikogerechte Vertragsabschlüsse", obwohl der Wettbewerb größer geworden sei, hieß es in der Mitteilung. Von einem zunehmenden Preisdruck im Geschäft mit Naturkatastrophen-Deckungen in den USA sieht sich die Hannover Rück nur in begrenztem Maße betroffen, nachdem sie dort einen unterdurchschnittlichen Marktanteil habe.