Telefonica zieht die Notbremse: Kein Geld für Aktionäre

Der spanische Telekom-Riese Telefonica zieht angesichts des schwierigen Geschäfts die Notbremse bei den Ausgaben und streicht seinen Aktionären die Dividende für dieses Jahr. Es werden auch keine eigenen Aktien zurückgekauft, wie das Unternehmen am Mittwochabend ankündigte. Zudem werden die Gesamtbezüge des Top-Managements um 30 Prozent und die der Verwaltungsräte um ein Fünftel gekürzt.

Angesichts des extrem herausfordernden Umfelds sei der Verzicht auf Dividende und Aktienrückkauf als einmalige Maßnahme im besten Interesse aller Anteilseigner, hieß es in der Mitteilung. Vor allem im Heimatmarkt Spanien und einigen anderen europäischen Ländern sah es zuletzt demnach düster aus. Hingegen hätten die Märkte in Lateinamerika und Deutschland die Ergebnisse aufgebessert.

Der Umsatz legte im 2. Quartal im Jahresvergleich nur um 0,1 Prozent auf 15,47 Mrd. Euro zu, der Gewinn sank um 13,7 Prozent auf 1,33 Mrd. Ursprünglich wollte Telefonica in diesem Jahr eine Dividende von 1,50 Euro zahlen.

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