ThyssenKrupp stößt bei Verkauf von Tochter Inoxum auf EU-Widerstand

Der größte deutsche Stahlkonzern ThyssenKrupp stößt beim geplanten Verkauf seiner verlustreichen Edelstahlsparte Inoxum auf Widerstand aus Brüssel. Die EU-Kartellwächter nehmen den Verkauf an den finnischen Konkurrenten Outokumpu genauer unter die Lupe, teilte die EU-Kommission mit.

Eine erste Prüfung habe ergeben, dass die Übernahme auf verschiedenen Märkten für die Produktion und den Vertrieb von Flachstahlprodukten wettbewerbsrechtlich "sehr bedenklich sein könnte".

ThyssenKrupp hatte den 2,7 Mrd. Euro schweren Deal Anfang des Jahres bekanntgegeben. Der Konzern will damit seinen Umbau vorantreiben und seinen Schuldenberg verringern. Eine vertiefte Prüfung sagt noch nichts über den Ausgang des Verfahrens aus. Die EU-Kommission kann den Verkauf genehmigen, unter Auflagen erlauben oder verbieten. Bis zum 26. September werde eine Entscheidung fallen, kündigte die EU-Behörde an.

Die EU-Experten haben Bedenken, dass es zu wenig Konkurrenz auf dem Markt geben wird.