UniCredit erholt sich im 2. Quartal weiter

Die teuren Aufräumarbeiten bei der größten italienischen Bank UniCredit zahlen sich aus. Im zweiten Quartal steigerte der Mutterkonzern der Bank Austria seinen Nettogewinn verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 11,6 Prozent auf 403 Millionen Euro, wie das Institut am Dienstag in Mailand mitteilte. Das war besser als von Analysten erwartet.

Dabei profitierte die Bank von deutlich niedrigeren Belastungen aus faulen Krediten. So steckte sie auch höhere Steuerzahlungen weg. Die Aktie reagierte positiv und stand am Nachmittag gut ein Prozent im Plus.

Die UniCredit profitierte von guten Geschäften in Osteuropa. Das Geschäft in Polen und anderen mittel- und osteuropäischen Ländern habe fast die Hälfte zum Ergebnis beigetragen. Damit kommt das Institut nach einem Rekordverlust im vergangenen Jahr wieder auf die Beine und liegt mit einem Überschuss von 1,1 Milliarden Euro in den ersten sechs Monaten auf Kurs, das Gewinnziel von zwei Milliarden Euro 2014 zu erreichen.

Die Bank hat sich eine Schrumpfkur auferlegt, um die Kosten angesichts der Krise der heimischen Wirtschaft zu senken und die Bilanz vor dem anstehenden Stresstest der Branche durch die Europäische Zentralbank zu stärken. Dazu will sie bis 2018 rund 8.500 Arbeitsplätze und damit sechs Prozent aller Stellen abbauen.

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