Verbund im Halbjahr operativ im Minus

Der börsenotierte Stromkonzern Verbund hat im ersten Halbjahr 2013 das Konzernergebnis auf 448,2 Mio. Euro gesteigert, nach 214,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das operative Ergebnis war mit minus 89,3 Mio. Euro negativ, nach plus 471,5 Mio. Euro, teilte das Unternehmen mit. Das Ergebnis war geprägt von hohen Abschreibungen und der Realisierung des Asset Swaps mit der deutschen E.ON. Der Ausblick wurde bekräftigt.

Von der APA befragte Analysten hatten im Mittel einen Nettogewinn von 374 Mio. Euro und ein Ebit von minus 95,7 Mio. Euro erwartet.

Das Ergebnis des ersten Halbjahres sei insgesamt von erheblichen Einmaleffekten durch die Realisierung des Asset Swaps mit der deutschen E.ON und Wertberichtigungen als Ergebnis von Markt bedingten Werthaltigkeitsprüfungen geprägt gewesen, so der Verbund.

Das operative Geschäft sei im ersten Halbjahr von einer guten Wasserführung positiv beeinflusst worden. Der Erzeugungskoeffizient der Laufwasserkraftwerke sei um 11,0 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt und um 2 Prozentpunkte über dem Vergleichswert des Vorjahres gelegen. Die Erzeugung aus Wasserkraft sei um 7,8 Prozent gestiegen, die Erzeugung aus Wärmekraft um 2,1 Prozent gesunken. Das insgesamt rückläufige Niveau der Großhandelspreise für Strom und die schwierige wirtschaftliche Situation für Gaskraftwerke hätten die operative Entwicklung belastet.