Verpackungshersteller Nordenia geht an südafrikanische Mondi

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Der deutsche Folienverpackungs-Hersteller Nordenia wird nach Südafrika verkauft. Der britisch-südafrikanische Papier- und Verpackungsriese Mondi zahlt 638 Mio. Euro für 93 Prozent der Anteile an den Finanzinvestor Oaktree. Nordenia stellt Verpackungen etwa für Katzenfutter von Nestle oder Teile von Pampers-Windeln für ihren mit Abstand größten Kunden Procter & Gamble her.

Oaktree hatte 2010 bereits einen Anlauf zum Verkauf von Nordenia genommen, doch wollte damals kein Bieter die geforderten 600 Mio. Euro zahlen. Oaktree war 2006 bei Nordenia eingestiegen.

Mondi zahlt 240 Mio. Euro in bar, finanziert mit Bankschulden, und übernimmt 398 Mio. Euro an Schulden, darunter eine 280 Mio. Euro schwere Hochzinsanleihe, für die Nordenia bis 2017 noch 9,75 Prozent Zinsen zahlen muss.

Mondi-Vorstandschef David Hathorn verspricht sich von dem Zukauf Verstärkung für sein bisher deutlich kleineres Produktverpackungs-Geschäft und die Möglichkeit, in weitere Wachstumsmärkte vorzudringen.

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