Wacker Chemie 2013 mit Gewinneinbruch

Der deutsche Spezialchemiekonzern Wacker hat im vergangenen Jahr nur knapp die Gewinnzone erreicht. Unterm Strich blieb 2013 ein Konzernergebnis von 6,3 Mio. Euro, 109 Mio. Euro weniger als vor einem Jahr. Die Eigentümer um die mehrheitlich beteiligte Gründerfamilie Wacker sollen dennoch eine Dividende von 50 Cent je Aktie bekommen, zuletzt waren es 60 Cent.

Für das laufende Jahr erwartet das auf Silizium- und Silikonprodukte spezialisierte Haus ein Ende der langen Talfahrt. Der Umsatz solle 2014 um die 5 Prozent von zuletzt 4,48 Mrd. Euro steigen, das operative Ergebnis (Ebitda) um ein Zehntel von knapp 679 Mio. Euro zulegen. Auch der Nettogewinn von zuletzt gerade 6,3 Mio. Euro solle sich im laufenden Jahr erholen.

Vorstandschef Rudolf Staudigl zeigte sich hoffnungsvoll. "Nach zwei herausfordernden Jahren bin ich für 2014 optimistischer", erklärte er. Vor allem im Geschäft mit hochreinen Ausgangsstoffen für die Solar- und Halbleiterwirtschaft sei eine Trendwende in Sicht. "Wir erwarten, dass unser Polysiliciumgeschäft im Umsatz wachsen wird. Dabei helfen sollen nicht nur höhere Absatzmengen. Wir sehen auch Chancen für eine leichte Erholung bei den Preisen."

Im Streit um Importsilizium für China hat sich Wacker unterdessen mit der Regierung geeinigt. Wacker habe dem Wirtschaftsministerium in Peking Mindestpreise für das graue Halbmetall aus seiner europäischen Fertigung zugesichert. Im Gegenzug bleibe das Traditionsunternehmen von Strafzöllen verschont.

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