Mercator

Verkauf von Mercator droht zu scheitern

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Der Verkauf der größten slowenischen Handelskette droht zu scheitern, nachdem sich zwei weitere slowenische Banken aus dem Verkaufsverfahren zurückgezogen haben. Die Nova Kreditna banka Maribor (NKBM) und Abanka Vipa, sind aus dem Bankkonsortium ausgestiegen, das gemeinsam eine 21-Prozent-Beteiligung an Mercator verkauft, berichtete die Tageszeitung "Dnevnik". Somit stehen nur noch 16,8 % der Handelskette zum Verkauf.

"Die anderen bleiben dabei", sagte der Chef der Firma Arkas, Uros Marter, gegenüber der Zeitung. Arkas wickelt für das Bankkonsortium den Verkauf ab. Im Konsortium bleiben 2 Töchter von österreichischen Banken, die UniCredit Slovenija und die Hypo-Alpe-Adria-Bank. Weiters zählen zu den Verkäufern die slowenische Gorenjska banka und die Banka Koper, die zur italienischen Intesa San Paolo gehört.

Das Bankkonsortium hat laut "Dnevnik" bisher noch keine konkrete Entscheidung über den Verkauf gefasst. So gäbe es auch noch keine Entscheidung über die engere Auswahl der Käufer. Medienberichten zufolge sollen 4 Bieter, alles ausländische Finanzinvestoren, dafür infrage kommen. Arkas erwartet, dass die Banken innerhalb von 2 Wochen die Liste der potenziellen Käufer bestätigen werden.

Dem Zeitungsbericht zufolge stellt sich die Frage, ob mögliche Käufer wegen des Rückzugs von insgesamt vier Banken aus dem Verkaufsverfahren von dem Kauf abgeschreckt würden. Es sei auch bedenklich, ob der nun angebotene Mercator-Anteil für die Käufer ausreiche.

Der ursprünglich zum Verkauf stehende Anteil von insgesamt 26 % wurde bereits heuer im Februar reduziert. Damals haben die staatliche Großbank Nova Ljubljanska banka (NLB) und ihre Tochter Banka Celje, die gut 15 % an Mercator halten, einen Rückzieher gemacht.

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