Wiener Börse schließt schwächer

Die Wiener Börse hat am Donnerstag nach den deutlich Gewinnen zur Wochenmitte etwas schwächer geschlossen. Der ATX fiel 0,59 Prozent auf 2.713,04 Einheiten. Am Mittwoch hatte der ATX, beflügelt von satten Aufschlägen bei den schwergewichteten Banken, ein klares Plus von 1,60 Prozent eingefahren.

Die auffälligsten Kursbewegungen gab es in Wien wieder im Finanzbereich zu sehen. Erneut auf Höhenflug präsentierten sich Raiffeisen Bank International (RBI). Die RBI-Titel zogen um starke 5,64 Prozent auf 29,58 Euro an, nachdem bereits am Vortag ein fünfprozentiges Kursplus eingefahren worden war. Möglicherweise gab es hier "short-Eindeckungen", da einige Anleger rund um die anstehende Kapitalerhöhung weitere Abschläge erwartet hatten, hieß es aus dem Handel.

Erste Group gingen hingegen merkliche 3,64 Prozent auf 28,57 zurück. Ein Marktteilnehmer sprach hier von Gewinnmitnahmen nach den jüngsten Kursgewinnen. Allein am Mittwoch hatten die Titel vier Prozent gewonnen. Seit Jahresstart zogen die Erste Group-Aktien in Summe bereits um massive 14 Prozent an.

In schwacher Verfassung präsentierten sich wieder Schoeller-Bleckmann (SBO) mit einem Kursverlust von 3,49Prozent auf 81,60 Euro. Bereits am Vortag schwächten sich die Titel in Reaktion auf vorgelegte vorläufige Zahlen für das Jahr 2013 um fast vier Prozent ab. Mehrere Analysten passten nach der Ergebnisvorlage ihre Kursziele für die SBO-Aktie nun nach unten an.

Telekom Austria (TA) gewannen 1,34 Prozent. Der Mexikaner Carlos Slim legt seine Anteile an der TA zusammen und macht damit seine Sperrminorität an dem Unternehmen offiziell.