Wiener Börse wegen Zypern-Sorgen weiter schwach

Belastet durch die Unsicherheiten rund um Zypern hat sich die Wiener Börse am frühen Nachmittag weiter klar im Minus präsentiert. Auch das europäische Umfeld musste zum Wochenstart deutliche Kursverluste hinnehmen. Der ATX wurde am Montag um 14.15 Uhr bei gestiegenem Volumen mit 2.463,36 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 1,33 Prozent.

Wie die Euro-Finanzminister am Wochenende beschlossen hatten, soll Zypern die Bankkunden des Landes mit einer Zwangsabgabe an der Rettung des Staates beteiligen, um eine Staatspleite abzuwenden. Insgesamt sollen auf diese Art rund 5,8 Mrd. Euro in die Staatskassen fließen. Am morgigen Dienstag wird das zypriotische Parlament über das umstrittene Rettungspaket abstimmen.

Die Nachrichten rund um Zypern erschütterten die Märkte zu Wochenbeginn und sorgten für einen merklichen Anstieg der Risikoaversion bei den Anlegern, kommentierte ein Wiener Händler am späten Vormittag das Geschäft. Insbesondere Bankwerte standen auf den Verkaufslisten der Investoren. So büßten Erste Group 3,80 Prozent auf 23,02 Euro ein und Raiffeisen sackten um 3,67 Prozent auf 28,75 Euro ab.