Doch keine Lockerungen?

Coronazahlen steigen: Erste Öffnungen jetzt in Gefahr

Arzt im Schutzanzug setzt im OP FFP2-Maske auf
© Getty Images
Am Montag kündigte die Regierung weitere Lockerungen an. Fix sind sie noch lange nicht.
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Wien. Der Jubel über die nächsten Öffnungsschritte wird leiser. Ab 15. März sollte der Jugendsport starten, am 27. März die Schanigärten öffnen dürfen. Doch zu sehr trüben die Fakten die Perspektive auf ein „normaleres“ Leben. Aktuelle Werte: Am Samstag gab es 2.557 neu nachgewiesene Corona-Fälle. Der Wochenschnitt liegt damit bei täglich mehr als 2.200.

Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt 177,6 (so viele stecken sich pro 100.000 in einer Woche an). Bei einer Inzidenz von unter 100 sollte es in Bundesländern eine zarte Gastro-Öffnung nur in Gastgärten geben.

Britische Mutation "schuld"

Grund für die rasche Ausbreitung sind die Corona-Varianten. Gesundheitsminister Rudolf Anschober: „Sie sind ansteckender als das Stammvirus, in Österreich um 23 Prozent.“ Er und Bundeskanzler Se­bastian Kurz zögern daher, weitere Lockerungen festzulegen. Ursula Wiedermann-Schmidt, Chefin des Impfgremiums, hält es angesichts der „sehr beunruhigenden Infektionszahlen“ für verfrüht, Lockerungen der Schutzmaßnahmen anzudenken. Jetzt gelte es, beim Impfen „anzugasen“.

In Wien zwei Drittel der Betten belegt

Dramatischer wird die Lage auf Intensivstationen. Im Burgenland sind 70 % der Betten mit Covid-Patienten belegt, in NÖ 53 %, in Wien zwei Drittel. Ein Anstieg um 20 %. Thomas Staudinger, AKH-Intensivarzt, warnt: „Bald wird man gewisse große Operationen nicht mehr durchführen können".

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