Schwere Komplikationen
Forscher warnen vor Corona-Syndrom bei Kindern
Kinder, die sich mit dem Coronavirus anstecken, haben meist keine oder nur milde Symptome.
„Das Risiko, an Covid* zu versterben, ist für Kinder wirklich sehr gering“, erklärt Jörg Dötsch, Direkter der Kinder- und Jugendklinik an der Uniklinik Köln gegenüber der „Welt“.
Fieber und Schmerzen
Was den Ärzten und Wissenschaftlern aber mehr Sorgen bereitete, ist eine Enzpndungsreaktion des Körpers, die mehrere Wochen nach der auftreten kann. Beim Pädiatrischen multisystemischen inflammatorischen Syndrom (Pims) kommt es zu einer Überreaktion des Immunsystems mit tagelangem hohem Fieber. Häufig leiden die Patienten neben Fieber auch an Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall und Ausschlägen.
In Deutschland wurden bisher 281 solche Fälle gemeldet. Ärzte rätseln unterdessen noch, was der Auslöser für PIMS ist - Roland Elling erklärt in der „Welt“ zwei Erklärungsansätze. Die Superantigen-Hypothese geht davon aus, dass das Spike-Protein des Coronavirus bei manchen Kindern sehr viele T-Zellen des Immunsystems auf einmal aktiviere. Die Immunreaktion des Körpers würde dann die eigenen Körperzellen angreifen.
Erfolgreiche Behandlung
Die Autoantikörper-Hypothese geht hingegen davon aus, dass sich nach der Infektion B-Zellen bilden. Diese würde dann eigene Strukturen im Körper angreifen
Insgesamt sei die Krankheit aber selten, beruhigen die Experten. Erhielten die kleinen Patientinnen und Patienten frühzeitig eine anti-inflammatorische Behandlung, erholten sie sich in der Regel rasch und vollständig.
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