Windows 7 wird tickende Cyber-Zeitbombe

Hohes Sicherheitsrisiko

Windows 7 wird tickende Cyber-Zeitbombe

Experten warnen vor offenen Türen für Cyberkriminelle. 

Wie berichtet, stellt Microsoft  den Support für Windows 7  in rund einem halben Jahr ein. Dann haben viele Privatnutzer eine tickende Cyber-Zeitbombe bei sich zu Hause. Denn auch wenn neuere Versionen verfügbar sind, verwenden laut einer aktuellen Kaspersky-Analyse rund 41 Prozent der User ein nicht unterstütztes oder bald auslaufendes Desktop-Betriebssystem wie Windows XP oder Windows 7. Damit öffnen diese Nutzer aufgrund möglicherweise nicht gepatchter Sicherheitslücken die Tür für Cyberkriminelle.

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Viele nutzen veraltetes Betriebssystem

In den meisten Fällen bedeutet das Ende eines Betriebssystems, dass keine weiteren (Sicherheits-) Updates vom Hersteller veröffentlicht werden; neu entdeckte Sicherheitslücken werden nicht mehr geschlossen und können von Cyberkriminellen ausgenutzt werden. Zur Analyse der Bedrohungslage durch veraltete Betriebssysteme hat der Antivirenspezialist die anonymisierten Daten der Betriebssystemnutzung, die von Teilnehmern des Kaspersky Security Network (KSN) mit deren Zustimmung bereitgestellt werden, untersucht.

Das Ergebnis – bei vielen Privatnutzern laufen alte Betriebssysteme auf den Rechnern:

  • zwei Prozent nutzen noch immer Windows XP, das seit mehr als zehn Jahren nicht mehr unterstützt wird;
     
  • 0,3 Prozent verwenden Windows Vista, dessen Mainstream-Support vor sieben Jahre eingestellt wurde;
     
  • ein Prozent nutzt noch Windows 8, das seit Beginn 2016 nicht mehr unterstützt wird, obwohl ein kostenloses Update auf 8.1 zur Verfügung stand;
     
  • sieben Prozent verwenden noch Windows 8.1;
     
  • mehr als ein Drittel (38 Prozent) nutzt derzeit Windows 7 – dessen Support am 14. Jänner 2020 eingestellt wird.

 

Experte wegen hoher Windows 7 Nutzung besorgt

Unsere Statistiken zeigen, dass ein erheblicher Anteil von Anwendern, sowohl von Unternehmen als auch von Privatpersonen, immer noch Rechner mit einem veralteten oder einem auslaufenden Betriebssystem verwenden“, zeigt sich Alexey Pankratov, Enterprise Solutions Manager bei Kaspersky, besorgt. „Auch die noch weit verbreitete Verwendung von Windows 7 ist problematisch, da weniger als sechs Monate verbleiben, bis auch diese Version nicht mehr unterstützt wird. Die Gründe für diesen Rückstand sind unterschiedlich: Software, die unter den neuesten Betriebssystemversionen möglicherweise nicht ausgeführt werden kann, wirtschaftliche Gründe oder Gewohnheit. Nichtsdestotrotz ist ein altes, ungepatchtes Betriebssystem ein großes Cybersicherheitsrisiko; die Kosten eines Vorfalls können erheblich höher sein als die Kosten für ein Upgrade. Daher empfehlen wir, auf unterstützte Versionen zu umzusteigen und sicherzustellen, dass während der Übergangsphase zusätzliche Sicherheitstools vorhanden sind.

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