Zeckenstich

Das sollten Sie über Borreliose wissen

Borreliose
© Getty Images
Borreliose zählt zu den häufigsten, durch Zecken übertragbaren Erkrankungen. Anders als bei FSME gibt es keinen Impfschutz, sie lässt sich aber gut behandeln.
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Sie verstecken sich im Gras, in Büschen, im Wald, Park oder im eigenen Garten. Meist nur wenige Millimeter groß warten die Zecken darauf, dass ein potenzielles Opfer vorbei kommt. Dann hängen sie sich an, beißen zu und saugen das Blut des Wirtes. Dieser Vorgang wäre nicht weiter dramatisch, würden die kleinen Biester bei ihrer Mahlzeit nicht gefährliche Erreger übertragen.

Unterschätzte Gefahr

Zecken übertragen bekannterweise die gefährliche Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), eine virale Erkrankung, die sich durch eine Schutzimpfung vermeiden lässt. Weitaus häufiger erfolgt jedoch eine – ebenfalls nicht ungefährliche – Infektion mit Borrelien. Wie ­viele Menschen jährlich an Borreliose erkranken, ist nicht genau bekannt. Im Unterschied zu FSME ist Borreliose nicht meldepflichtig. Eine Infektion mit den Erregern bedeutet aber nicht, dass die Krankheit auch ausbricht. Oft heilt die Borreliose-Infektion symptomlos wieder aus.

Borreliose erkennen

In rund 50 Prozent der Infektionen entsteht nach Stunden bis wenigen Wochen an der Stichstelle eine runde Hautrötung, auch Wanderröte genannt, die sich langsam ausbreitet. Auch grippeähnliche Symptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Fieber, Muskel- oder Gelenkschmerzen können auf eine akute Infektion hinweisen. Im fortgeschrittenem Stadium kann sich die Infektion im gesamten Körper ausbreiten und Organe, Gelenke oder Nerven schädigen.

Rechtzeitig behandeln

Borreliose lässt sich – vor allem im Anfangsstadium – mit Antibiotika gut behandeln. Vorbeugende Schutzimpfung gibt es keine. Der einzige Schutz ist, einen Zeckenstich zu vermeiden beziehungsweise Zecken rasch zu entfernen, bevor sie die Erreger ins Blut abgeben können. Besonders gefährlich sind die sogenannten Nymphen. Einerseits sind Jungzecken so klein, dass sie leicht übersehen werden, andererseits tragen sie deutlich mehr Erreger in sich, wodurch das Risiko und die Geschwindigkeit der Übertragung steigen. Nach jedem Aufenthalt im Freien sollte daher der Körper äußerst gründlich nach Zecken abgesucht werden.

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