Süßholz beruhigt den Hals
Sogar bei Leber-, Nieren- und Blasenleiden kam sie zum Einsatz. "Verwendet wird ausschließlich die Wurzel, die eine enorm große Anzahl an Inhaltstoffen besitzt", sagt ein Forscher. Bislang sind 400 verschiedene Stoffe beschrieben worden. Zu den wichtigen zählen die Saponine mit Glycyrrhizin - eine Verbindung, die nahezu die 50-fache Süßkraft von Rohrzucker besitzt, sowie 24-Hydroxyglycyrrhizin, das die fast 100-fachen Süßkraft von Rohrzucker hat. Auch Schleimstoffe finden sich unter anderem.
Das Glycyrrhizin wirkt entzündungshemmend und schleimhautschützend. Zudem sind antivirale und krampflösende Wirkungen belegt. Süßholz erhöht die Schleimhautsekretion und besitzt eine auswurffördernde Wirkung. "Daher wird Süßholzwurzel bei Katarrhen der oberen Atemwege, bei Husten, Bronchialkatarrhen und Entzündungen der oberen Atemwege empfohlen", erläutert ein Experte.
Die Inhaltsstoffe sind außerdem hilfreich bei Entzündungen der Magenschleimhaut und können Magengeschwüre vorbeugen. In der Erfahrungsheilkunde wird die Wurzel auch bei Sodbrennen verwendet. Ohne ärztliche Rücksprache sollte Süßholzwurzel aber nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.
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