cruise_homes_ap

Katie & Tom

Eklat bei Trauung - Star-Tenor wollte nicht singen

Dem Star-Tenor Bocelli war der Sektenzauber zu viel. Er verweigerte seinen Auftritt. Tom Cruise und Katie Holmes gaben sich trotzdem das Ja-Wort.

Hinter den dicken Mauern der Trutzburg Odescalchi bei Rom haben einander Hollywoodstar Tom Cruise (44) und Katie Holmes (27) am Samstagabend das Jawort gegeben. Das Paar feierte streng abgeschirmt mit einem Aufgebot an Freunden und Stars, darunter Jennifer Lopez, John Travolta und Victoria Beckham. Das italienische Fernsehen sprach von der "Hochzeit des Jahrhunderts". Bei den Fans war die Enttäuschung allerdings groß. Viele hatten in dem Örtchen Bracciano den ganzen Tag bei Regenschauern ausgeharrt, um einen Blick auf die Brautleute zu erhaschen - vergeblich.

Kein "Ave Maria"
Der blinde italienische Startenor Andrea Bocelli sollte eigentlich bei der Traumhochzeit das "Ave Maria" singen. Doch dem Sänger war der "ganze Sektenzauber dann doch zu viel", schreibt bild.de. Der bekennde Katholik Bocelli sagte zu einem TV-Sender, er könne nicht während einer Scientology-Feier singen. Erst beim späteren Empfang war war der Tenor zu einem Kurzauftritt bereit.

Ärger bei den Fans
Lediglich Katie Holmes zeigte sich am Nachmittag ganz kurz am Fenster, während die Gäste in Limousinen mit abgedunkelten Scheiben vorfuhren. "Kein Gruß, kein Lächeln, nichts ", ärgerte sich ein 20-jähriger Fan. Einzige Ausnahme waren Will Smith und der Komiker Jim Carrey, die einige Minuten lang ein Bad in der Menge nahmen. Auch Paparazzi und Journalisten schauten missmutig drein: Einige hatten bis zu 1.000 Euro für einen Platz mit Blick auf den Eingang der Burg bezahlt.

Dutzende Polizisten patrouillierten in den Straßen Braccianos, die historische Innenstadt war für den Verkehr gesperrt. Scharfschützen standen auf den Dächern der Gebäude unweit des Schlosses, eines der imposantesten und best erhaltenen in Europa. Hubschrauber von TV-Sendern überflogen das Schloss in der Hoffnung, einige exklusive Bilder der Zeremonie zu ergattern.

Exklusiver Polterabend
Am Vorabend hat das Traumpaar bei einer großen Feier in der exklusiven Villa Aurelia auf einem römischen Hügel bis in die Nacht getanzt. Bereits am Donnerstag hatten Tom und Katie die befreundeten Weltstars in ein römisches Lokal geladen. Star des Abends war aber nicht das Brautpaar, sondern eindeutig die süße Tochter der beiden: Suri, sieben Monate alt, gewesen. Hier geht´s zu den Bildern vom süßen Töchterchen Suri.

Ritus der Scientology-Sekte
Aus dem Schloss Odescalchi, das rund eine Autostunde nördlich von Rom liegt, drangen erst am späten Abend einige Details der Hochzeit. So trug die Braut ein elfenbeinfarbenes, mit Swarovski-Steinen besticktes Kleid und einen Tüll-Schleier aus dem Hause Giorgio Armani, Cruise präsentierte sich in einem nachtblauen Smoking mit beigem Hemd. Trauzeugen der nach dem Ritus der Scientology-Sekte vollzogenen Hochzeitszeremonie waren Holmes Schwester Nancy Blaylock und David Miscavige, der Vorsitzende der religiösen Gemeinschaft, der Cruise seit Jahren angehört.

Kochtopf, Kamm und Katze als Geschenk
Dabei schenkte Cruise seiner Braut nach Sitte der Sekte einen Kochtopf, einen Kamm und eine Katze, wie es hieß. Die Tische für die 150 geladenen Gäste waren in Rot, Weiß und Gold geschmückt, für die gediegene Beleuchtung sorgten 6.000 Duftkerzen mit dem Aroma "Rose" und "Kaffee". Auf dem Menü standen unter anderem Risotto mit weißen Trüffeln, Artischocken-Pasta, Büffelmozzarella und Hummer, berichtete die Zeitung "La Repubblica" am Sonntag. Die fünfstöckige Hochzeitstorte sei eigens aus den USA eingeflogen worden.

Nach dem Hochzeitszauber auf die Malediven
Insgesamt soll die Party 1,5 Millionen Euro gekostet haben. Die Filmrechte für das Spektakel hatte das Paar bereits zuvor für mehrere Millionen Dollar an einige Agenturen verkauft, das Geld soll für wohltätige Zwecke gespendet werden. Abschluss der Fete, über die sich am Abend in Bracciano schwere Nebelschwaden legten, war ein gigantisches Feuerwerk. Nach dem Hochzeitszauber bestiegen die frisch Vermählten dann bereits am frühen Morgen einen Privatjet und flogen davon. Ziel: Malediven.