"Verschissen"

Haider verteidigt seinen Skandal-Sager

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© Kernmayer

Alfons Haider spricht über seinen emotionalen Ausbruch bei der TV-Show „Willkommen Österreich“ Und sagt, was er beschissen findet?

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ÖSTERREICH: Herr Haider bereuen Sie es, dass Sie sich zu der Aussage „Österreich ist verschissen“ hinreißen haben lassen?
Alfons Haider: Das einzige, was ich wirklich bereue, ist das Wort „beschissen“. Es kam aus der Emotion. Inhaltlich sage ich schon seit Jahren, dass wir in einem verlogenen Land leben. Ich weiß nicht, was passiert wäre, wenn ich nur „verlogen“ und nicht „beschissen“ gesagt hätte. Wahrscheinlich gar nichts.
ÖSTERREICH: Was finden Sie an Österreich beschissen?
Haider: Wir leben immer noch in einem Land, wo Frauen weniger Wert sind als Männer, wo alle Ausländer in einen Topf geworfen werden. Wir leben angeblich in einer Demokratie, die die liberalste ist. Stellen Sie sich sich vor, dass in Österreich eine Frau Kanzlerin und ein Schwuler Vizekanzler ist – wie in Deutschland. Soviel zum Thema Liberalität!
ÖSTERREICH: Fürchten Sie jetzt, dass Ihnen die Österreich-Beschimpfung schaden wird?
Haider: Dass natürlich gewisse Kräfte versuchen, daraus Kapital zu schlagen, ist klar. Aber der Großteil der Reaktionen ist positiv. Auch bei Ö3 waren 80 Prozent der Anrufer auf meiner Seite. Und mit den Hardlinern, die sagen, der Hitler hätte dich schon längst geholt, lebe ich schon seit Jahren.
ÖSTERREICH: Einige fordern, dass Sie auswandern sollen...
Haider: Ich denke nicht daran, ich liebe dieses Land. Und ich lasse mir meine Meinung nicht verbieten. Es gäbe nur einen Grund für mich, wenn eine rechtsdrehende Regierung kommt.

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