Theater

Josefstadt: Helmuh Lohner als Säufer

von
Helmuth Lohner
© Theater an der Josefstadt/Schell
Helmuth Lohner endlich wieder im Großeinsatz: Zwei Hauptrollen und eine Regie.
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In den letzten Jahren hat sich Helmuth Lohner etwas rar gemacht. Er hat im engsten Kreis seine Lebenspartnerin Elisabeth Gürtler geheiratet. Er hat sich taufen lassen. Und er war nicht mehr übermäßig viel in der Öffentlichkeit präsent.

Heuer ist alles anders. Im Theater in der Josefstadt spielt er neuerdings in gleich zwei Produktionen die Hauptrolle: In Ibsens John Gabriel Borkman (wieder am 24. und 28. April) verkörpert er einen betrügerischen Banker, der das Geld auf den Konten seiner Kunden verspekuliert hat.

Schreckliche Familie
Und in Eugene O’Neills Familiendrama Eines langen Tages Reise in die Nacht hat er heute als Säufer Premiere. Die beklemmende Story: Mutter Tyrone ist Morphinistin, der Vater (Lohner) geizig und stets alkoholisiert. Auch einer der Söhne ist ein Trinker und der andere schwindsüchtig. Eine einzige Katastrophe! Doch die Fassade des Anstands wird gewahrt – alle lügen und belügen sich selbst.

In Kürze begibt sich Helmuth Lohner auch wieder ans Regiepult: In Mörbisch inszeniert er fürs Serafin-Finale Die Fledermaus.

Die Kultur-Highlights des Jahres 2012


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Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."

© Stephan Wyckoff

Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus Erl

Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.

© tirolerfestspiele.at

Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg

Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.

© APA/HERBERT P. OCZERET

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