Kommenden Montag läuft "Entführung aus dem Serail" mit Moretti auf ServusTV.
Im Hangar-7 des Salzburger Flughafens, zwischen historischen Flugzeugen und Rennautos, spielt Mozarts geniales Singspiel Die Entführung aus dem Serail, das am Montag als Koproduktion mit den Festspielen live auf ServusTV übertragen wird.
Mozarts bezaubernde „Türkenoper“ wird von Adrian Marthaler in Szene gesetzt, wobei der Regisseur auf das Orientalische, das bei Mozart als das Fremde eine wichtige Rolle spielt, verzichtet. Bei ihm ist der Bassa Selim ein Modezar, Blondchen ist Visagistin, Konstanze ist hin und her gerissen zwischen bürgerlicher Ehe und Jetset-Leben. Die Sänger und Tobias Moretti als Bassa agieren im Hangar 7, der Dirigent Hans Graf und die Camerata Salzburg musizieren im Hangar 8. Für das TV-Publikum werden die Teile puzzleartig zusammengesetzt; das Spektakel ist eine technische Herausforderung.
Absagen
Probleme gibt es mit den Sopranistinnen: Diana Damrau hat die koloraturgespickte Rolle der Konstanze zurückgelegt und Daniela Fally wird nicht das Blondchen singen.
Die Kultur-Highlights des Jahres 2012
Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."
© Stephan Wyckoff
Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.
© tirolerfestspiele.at
Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.
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