Das Gemälde stammt aus der Sammlung des Rockgitarristen Eric Clapton.
Noch nie ist ein Gerhard-Richter-Bild bei einer Auktion so teuer verkauft worden: Das Werk "Abstraktes Bild" des deutschen Künstlers erzielte im Auktionshaus Sotheby's in London den Rekordpreis von 21,3 Mio. Pfund (26,41 Mio. Euro). Das großformatige Ölgemälde von 1994 stammt aus einer Sammlung des Rockgitarristen Eric Clapton. Es war ursprünglich auf 9 bis 12 Mio. Pfund geschätzt worden.
Anonymer Bieter
Nach Angaben von Sotheby's erhielt ein anonymer Bieter am Freitagabend den Zuschlag. Zuvor hatten sich zwei Interessenten per Telefon einen mehr als fünf Minuten langen Bieterwettkampf geliefert. Als der Hammer schließlich fiel, brandete Applaus auf.
Meisterwerk
"Abstraktes Bild" ist eines der Meisterwerke von Gerhard Richter", erklärte Alex Branczik von Sotheby's. "Sein Erscheinen auf dem Markt stellt eine einzigartige Chance für Sammler dar, ein herausragendes Bild eines der wichtigsten lebenden Künstler zu kaufen." Das Bild sei ein "Meisterwerk des kalkulierten Chaos" und stehe für Richters "gereifte künstlerische und philosophische Errungenschaften". Die Auktion bestätige erneut Richters Stellenwert als beliebtester zeitgenössischer Künstler, sagte Branczik.
"Abstraktes Bild"
Knallige Rot- und Geldtöne sind bei "Abstraktes Bild" über einem grau-blauen, düsteren Hintergrund gelagert. Richter (80) zählt zu den wichtigsten und teuersten Künstlern der Gegenwart. Den bislang höchsten Preis hatte eines seiner Bilder im Mai in New York mit umgerechnet gut 16 Mio. Euro erzielte.
Die Kultur-Highlights des Jahres 2012
Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."
© Stephan Wyckoff
Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.
© tirolerfestspiele.at
Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.
© APA/HERBERT P. OCZERET