Ballett

Tanz-Premiere an der Wr. Staatsoper

von
Tanz-Premiere an der Wr. Staatsoper
© Wiener Staatsoper
Im Rahmen der „Tanzperspektiven“-Premiere zeigt de Bana „Windspiele“.
OE24 auf Google bevorzugen

Eine Ballett-Uraufführung an der tanzkonservativen Wiener Staatsoper ist etwas ganz Besonderes, und heute ist es so weit: Windspiele heißt das neue Werk des international gefeierten deutsch-nigerianischen Tänzers und Choreografen Patrick de Bana.

Zum 1. Satz von Tschaikowskys Violinkonzert in D-Dur hat er seine jüngste Choreografie entworfen. „Ich arbeite seit zwei Jahren sehr viel in Russland und liebe die russische Weite, die russische Größe und die russische Seele“, sagt er. „Die Ballets Russes mit Waclaw Nijinsky im imperialen Russland waren die Glanzzeit des Balletts überhaupt. In Windspiele möchte ich Energie freisetzen und sichtbar machen. Wie ein Adler in der grenzenlosen Freiheit der russischen Landschaft schwebt mein Tänzer Kirill Kourlaev durch den Raum.“

Karriere.
Studiert hat Patrick de Bana bei John Neumeier in Hamburg, er war Erster Solotänzer bei Maurice Béjart in Lausanne und in Nacho Duatos Compañia Nacional de Danza in Spanien. Berühmt wurde er für seine abendfüllenden Handlungsballette.

Die Kultur-Highlights des Jahres 2012


1 / 223

Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi

Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."

© Stephan Wyckoff

Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus Erl

Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.

© tirolerfestspiele.at

Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg

Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.

© APA/HERBERT P. OCZERET

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden