George Michael

Pop-Star total abgeschirmt

Kranken-Drama um George Michael

Er hängt an Herz-Lungen-Maschine: Dauert Behandlung bis Weihnachten?

Rätselraten um den schwer kranken Superstar George Michael (48): Seit Dienstagabend liegt Michael mit Lungenschock auf der Intensivstation des Wiener AKH. Angehörige und Tausende Fans zittern um den berühmten Sänger – Informationen über seinen Gesundheitszustand dringen nur sehr spärlich an die Öffentlichkeit.

Der Grund: George Michaels Management in London rund um Conny Fillippello hat eine totale Info-Sperre ausgesprochen, an die sich auch das AKH halten muss. In einer Krisensitzung wurden alle Mitarbeiter am Freitag darauf eingeschworen, keine Details nach außen zu geben. „So will es sein Management, wir können das nicht ändern“, sagt Karin Fehringer vom AKH. Freitagabend wurde in einer kurzen Aussendung gerade einmal die Absage der Europa-Tournee im Internet veröffentlicht. Mehr wollte man nicht verraten.

Warum leitet Krebs-Spezialist die Behandlung?
Fest steht: George Michael war bei der Einlieferung in einem lebensbedrohlichen Zustand, wurde in künstlichen Tiefschlaf gesetzt und künstlich beatmet. Er liegt abgeschirmt in einem Spezialbett auf der Intensivstation, wird mit Hilfe einer Herz-Lungen-Maschine beatmet. Wahrscheinlich wurde die Lungenentzündung des Stars durch Pneumokokken ausgelöst – Bakterien, die schwere Infektionen auslösen. Sie sind besonders gefährlich, da sie bei Untersuchungen häufig übersehen werden.

Der tragische Vorfall um den Ex-Wham!-Sänger hat jetzt auch Reporter der englischen Boulevard-Presse nach Wien geführt. Sie belagern das AKH, um Infos zu ergattern. Die Engländer spekulieren bereits, warum gerade Österreichs führender Krebs- und Aids-Spezialist Christoph Zielinski die Behandlung des prominenten AKH-Patienten leitet – steckt mehr hinter der Erkrankung? Offiziell ist Zielinski freilich als Chef der Uniklinik gemeinsam mit Thomas Staudinger bei der Behandlung von George Michael federführend.

Ex-Freund Kenny Goss besucht ihn
Wie lange Micheal noch behandelt werden muss, ist unklar. Experten gehen davon aus, dass der Star möglicherweise bis Weihnachten bettlägrig sein und im Wiener AKH behandelt werden wird. Michael Zimpfer, einer der bekanntesten Ärzte des Landes: „Die Behandlung bei einer solchen schweren Form des Lungenversagens kann mehrere Wochen dauern, danach ist eine Antibiotika-Therapie nötig.“
In seinen schwersten Stunden ist Michael nicht alleine: Ex-Freund Kenny Goss soll sich am Weg nach Wien befinden.
 

Genesung kann mehrere Wochen dauern

Der Promi-Arzt und Uni-Professor über die Behandlung von George Michael.

ÖSTERREICH: Bei einer so schweren Erkrankung wie bei George Michael: Wie lange dauert die Behandlung?
Michael Zimpfer: Bei einem schweren Lungenversagen dauert die Behandlung mehrere Wochen, das ist nichts Außergewöhnliches. Jeder Fall ist natürlich unterschiedlich.

ÖSTERREICH: Sind Folgeschäden zu erwarten?
Zimpfer: Die Lunge hat eigentlich eine sehr hohe Wiederherstellungskapazität. Es ist möglich, dass bei Patienten ein bis zwei Jahre später im Lungenröntgen nichts mehr zu sehen ist. Nach der Therapie ist es wichtig, dass mittels Antibiotika eine völlige Infektionskontrolle erfolgt.

ÖSTERREICH: Wird George Michael je wieder auf der Bühne stehen und singen können?
Zimpfer: Nach der ersten Heilung ist die Stimmfunktion gefährdet, Singen geht oft gar nicht. Das kann sich aber mit der Zeit und der richtigen Therapie ändern.