König Charles III. und Königin Camilla sind am Montag zu ihrem mit Spannung erwarteten Staatsbesuch in den USA eingetroffen. Trotz der jüngsten Sicherheitsvorfälle in Washington halten die Royals an ihrem Programm fest, das heute in einer historischen Rede vor dem US-Kongress gipfelt.
Am Montagnachmittag, 27.4., landete die britische Delegation auf dem Luftwaffenstützpunkt Joint Base Andrews. Anlass der mehrtägigen Visite ist der 250. Jahrestag der US-Unabhängigkeitserklärung. Nach der Ankunft stand zunächst ein privater Empfang bei Tee mit Präsident Donald Trump und First Lady Melania auf dem Plan.
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Diplomatie trotz angespannter Lage
Der Besuch findet unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen statt, nachdem es am Wochenende beim Korrespondentendinner zu einem Schusswechsel gekommen war. Charles drückte seine Erleichterung über Trumps Unversehrtheit aus. Experten bewerten die Reise als diplomatischen Drahtseilakt, da die Differenzen zwischen Trump und der britischen Regierung unter Keir Starmer – etwa in Bezug auf den Iran – deutlich sind.
Zusätzliche Konfliktpotenziale bieten:
- Trumps Aussagen zur Einverleibung Kanadas (Charles ist dort Staatsoberhaupt).
- Gegensätzliche Ansichten zum Klimaschutz.
- Die Forderung nach Aufarbeitung des Epstein-Skandals.
Rede vor dem US-Kongress
Ein Höhepunkt folgt am Dienstag: Als erst zweiter britischer Monarch nach seiner Mutter Queen Elizabeth II. wird Charles III. eine Rede vor dem Kongress halten. Experten erwarten, dass er die US-britischen Spannungen verklausuliert ansprechen und die tiefe historische Verbindung betonen wird.
Schatten der Vergangenheit
Trotz der feierlichen Agenda wird der König dem Missbrauchsskandal um Jeffrey Epstein nicht ganz ausweichen können. Der Palast lehnte ein Treffen mit Opfern zwar ab, doch Aktivisten haben bereits Proteste während der Kongress-Rede angekündigt. Insbesondere der Bruder der verstorbenen Virginia Giuffre forderte Charles eindringlich zur Stellungnahme auf.
Sinnloser Besuch?
Im weiteren Verlauf der Woche reist das Paar nach New York, um Rettungskräfte von 9/11 zu treffen, sowie nach Virginia zu Vertretern amerikanischer Ureinwohner. Während Kritiker den Besuch als „sinnlos“ bezeichnen, sehen Monarchie-Experten darin eine Chance für die britische „Soft Power“.