Transplantation
Königshof: Mette-Marits neue Lunge wird zum Staatsgeheimnis
Mette-Marit braucht eine neue Lunge! Die Kronprinzessin leidet an der unheilbaren Lungenfibrose. Seit Freitag ist es bekannt, dass sie auf der Warteliste für eine Lungentransplantation steht. Laut norwegischen Angaben befinden sich derzeit acht Personen auf der Warteliste.
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Mette-Marit könnte laut der "Bild" sogar schon heute eine neue Lunge bekommen oder auch erst in einigen Monaten. Am wichtigsten ist, die richtige Spenderlunge zu finden und ob alle medizinischen Voraussetzungen erfüllt sind.
Die Suche nach dem passenden Organ
Norwegen regelt die Organspenden durch die sogenannte Widerspruchslösung. Jede Person, die nicht ausdrücklich zu Lebzeiten widerspricht, kommt als möglicher Organspender infrage. Durch diese Regel sollen mehr Spenderorgane verfügbar werden.
Jedoch sind passende Spenderlungen sehr selten. Wer das lebensnotwendige Organ erhält, hängt von zahlreichen Faktoren ab, wie etwa Gewebeverträglichkeit, medizinische Dringlichkeit und der Zustand des Spenderorgans.
Strenge Gesetze in Norwegen
Die Operation von Kronprinzessin Mette-Marit findet unter strengsten Geheimhaltungsvorschriften statt. In Norwegen müssen Spender und Empfänger anonym bleiben. Weder die betroffenen Familien erfahren, wer der Empfänger oder Spender ist.
Vor allem in einem kleinen Land wie Norwegen ist diese Thematik sehr schwierig. Regelmäßig werden die Namen von Unfallopfern veröffentlicht. Bei anderen Todesfällen lassen sich häufig die Identitäten nachvollziehen. Aber: Norwegen arbeitet bei Organtransplantationen sehr eng mit Schweden und Dänemark zusammen. Somit könnte die Spenderlunge auch aus einem der Nachbarländer stammen. Jedoch lässt sich auch dort die Identität des Spenders unter Umständen herausfinden.
Öffentlichkeit muss warten
Der Königshof steht vor einem Dilemma. Die Nachricht, dass die Transplantation erfolgreich verlief, gehört zu jenen, die man schnell veröffentlichen möchte. Doch jede Information zum Zeitpunkt der Operation könnte dazu führen, dass die Identität des Spenders bekannt wird.
Aktuell ist es fraglich, wann der norwegische Hof mit der Mitteilung an die Öffentlichkeit geht. In der offiziellen Erklärung steht: "In Norwegen ist es verboten, Informationen zu suchen oder offenzulegen, die es ermöglichen könnten, Spender und Empfänger von Organen miteinander zu verknüpfen. Daher werden das Königshaus und das Rikshospitalet sorgfältig prüfen, wann wir Informationen über die Transplantation veröffentlichen, nachdem sie stattgefunden hat."
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